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Wie es bei uns schon zur Tradition geworden ist, buchten wir auch in diesem Jahr eine der von den AWO-Reisen angebotenen Fahrten zum Weihnachtsmarkt.

Diesmal besuchten wir den Waldweihnachtsmarkt in Marbeck.

Zwei Busse mit erwartungsvollen Insassen starteten mit etwas Verspätung gegen 11:30 Uhr vom Dissmann-Haus in Richtung Waldhof Schulze Beikel. Aufgrund der Verkehrslage und den Umleitungen dauerte die Fahrt auch wesentlich länger als geplant.

Wirklich gestört hat uns das aber nicht. Wir hatten unseren Spaß.
So einige von uns kämpften mit der Armlehne. Hoch ging sie prima, aber runter wollte sie nicht mehr. Es hätte mit dem Ausstieg wirklich etwas schwierig werden können. Aber dann hat es doch geklappt . Und das sogar noch bevor unser Busfahrer Ralf es allen erklärt hat.

Das seitwärts Zurückschieben des Sitzes gelang allerdings nicht. Warum auch immer.

Das Anschnallen gestaltete sich teilweise ebenfalls als schwierig. Selbst das leichte hoch und runterziehen des Gurtes nutze nichts. Erst das abrupte Hochziehen verlängerte den Gurt.
Aber letztendlich waren wir alle sicher angeschnallt noch bevor der Bus sein Ziel erreichte.😂😂😂

Dann stellten wir fest, dass die Netze am Vordersitz nicht wirklich zur Ablage taugen.
Mal ehrlich, was soll man darin verstauen? Die Fahrkarte vielleicht, aber mehr nicht.
Auch wenn es platzmäßig ein wenig eng war, gelang es Sigrun und Christa den Eierlikör in die Waffelbecher einzuschenken und zu verteilen.

Hmmm, der war so lecker! Vielen Dank!

Unterwegs informierten uns unsere beiden Reiseleiterinnen Petra und Sonja über den Weihnachtsmarkt und den zeitlichen Ablauf unserer Fahrt.

Um die sich verkehrsbedingt stetig verlängerte Fahrzeit kurzweilig zu gestalten, las uns Sonja eine „wahre“ Geschichte rund um Weihnachten und die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Eva und Günther vor. So wie mir, war diese sicher auch so manch anderen schon bekannt, aber man schmunzelt immer wieder gerne darüber – vor allem wenn das Kopfkino die einzelnen Szenen dazu abspielt.

Die Weihnachtserzählung: Das vertauschte Geschenk
Wie Sie sehen bin ich immer noch unverheiratet. Ich war einmal verlobt. Meine Verlobung ist aber wieder schnell gelöst wurden. Wie es dazu kam, will ich ihnen erzählen:

Weihnachten stand vor der Tür. Meine Braut und ich standen uns noch etwas fremd gegenüber. Es war daher sehr schwer, das richtige Geschenk für sie zu finden. Nach längerer Überlegung entschloss ich mich, ihr ein paar Handschuhe zu kaufen und ihr ein Briefchen zu übergeben, worin ich auf das Geschenk Bezug nahm.

In dem Geschäft kaufte ich nun aber auch noch ein paar Schlüpfer für meine Schwester – als Bruder kann ich mir das ja erlauben. Aber durch die Unachtsamkeit der Verkäuferin sind beide Geschenkpäckchen vertauscht worden, so dass meine Braut die Schlüpfer und meine Schwester die Handschuhe bekam.

Den dazugehörigen Brief will ich ihnen vorlesen:

Liebe Eva!
Lange habe ich nachgedacht, womit ich Dir als Zeichen meiner Liebe eine Freude machen kann. Neulich merkte ich, was Du am Nötigsten brauchst. Du findest dieses im beiliegenden Päckchen. Gern wäre ich dabei, wenn Du sie das erste Mal anziehst. Am liebsten zöge ich sie Dir selbst an.
Verlebe glückliche Tage darin. Sie sind sehr schön und werden Dir gut gefallen. Ich habe mit Absicht eine Nummer kleiner gekauft, denn sie weiten sich mit der Zeit, und es sieht besser aus, wenn sie richtig sitzen.
Die Wahl war schwer.
Ein paar ganz lange waren da, jedoch ich dachte mir, je kürzer, desto besser.
Auch gab es welche mit Pelzfutter, aber die sind bestimmt zu warm auf der Haut und es geht ja auf den Frühling zu, wo Du, wie ich weiß, überhaupt keine trägst.
Ich wollte Dir erst lederne schenken – mit Stulpen und Motiven, entschloss mich aber für glatte aus Dederon.
Verliere sie nicht. Wenn Du mal eingeladen bist, lasse sie nicht liegen. Ziehe sie daher nicht halb an und trage sie nicht heruntergeklappt.
Ich habe mit Absicht Reißverschluss gewählt, falls Du’s mal eilig hast.
Wenn es warm ist, sieht es schick aus, wenn Du sie beim Spazieren gehen in der Hand trägst. Sie werden aber auch nicht lange sauber bleiben, denn viele Leute haben schmutzige Finger. Wenn Du sie reinigen willst, begieße sie mit Benzin und setz Dich in die Sonne. Bevor Du sie anziehst, kannst Du sie auch noch umtauschen. Die Verkäuferin passt Dir gern ein paar neue an.

Viele Grüße und viel Freude an Deinem Geschenk wünscht Dir
Dein Liebling Günther


Mit fast einer Stunde Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan haben wir unser Ziel endlich erreicht. Voller Vorfreude starteten wir unseren Rundgang auf den ca. 3,5 Hektar großen Gelände mit den über 220 weihnachtlichen Ständen.
Das taten wir natürlich nicht ohne vorher die Toiletten gestürmt zu haben. Wie immer waren die Schlangen bei den Frauen viel länger als bei den Männern. Das könnte natürlich auch daran liegen, das Männer Weihnachtsmärkte mit zu vielen kommerziellen Ständen gerne meiden.

Sieht schon ganz schön groß aus!

Morgen werden so manchen die Füße weh tun!😂😂😂

Los geht’s!

Der Wurststand gleich hinter dem Eingang lud schon mal ein zum Naschen.

Sofern noch Kostproben auf dem Teller lagen!

Es reite sich Stand an Stand!

Das erste Ziel unserer kleinen Truppe war “ Glögg am See“. Dort ließen wir uns im großen Zelt nieder und stärkten uns mit „Grünkohl“ und „Erbsensuppe“. Danach ging die Tour richtig los.

Wir hangelten uns durch die Menschenmassen von Marktbereich zu Marktbereich durch.
Das Angebot der liebevoll dekorierten Stände erstreckte sich vom traditionellen Handwerk über besondere Geschenkideen bis hin zu kulinarischen Spezialitäten.

Es gab sehr viele offene Feuerstellen, oft auch in kleinen Holzhütten die zum Verweilen einluden. Viele Gäste nahmen dieses Angebot gerne an. Je später es wurde, desto gedrängter saßen sie beisammen. Wirklich gemütlich sah das dann nicht mehr aus. Aber jeder wie er es mag!

So schön wie die Feuerschalen auch aussahen und in das weihnachtliche Ambiente super passten, wundert es mich dennoch, dass die Feuerwehr unbeaufsichtigtes offenes Feuer auf einem Waldhof gestattet. Mal ganz davon abgesehen, wie verlockend so eine lodernde Flamme direkt am Wegesrand für Kinder ist. So schnell können Eltern manchmal gar nicht reagieren.

Aber offenbar ist dergleichen noch nichts passiert. Zum Glück!

Je dunkler es wurde desto stimmungsvoller zeigte sich der Weihnachtsmarkt. Die vielen Lichter verbreiteten eine wundervolle weihnachtliche Atmosphäre!

Viele der Besucher sammelten sich kurz vor 18 Uhr um den Fotopoint „Engel“ und warteten gespannt auf die Wasser-Licht-Show.

Sie war farbenfroh, ganz nett anzusehen und für einen Weihnachtsmarkt sicher einmalig.
Spektakulär? Das liegt im Auge des Betrachters.

Auf alle Fälle war sie feucht. Das spürten wir auf unserem Gesicht.🤣🤣🤣

Nach diesem Highlight strömten wir zum Ausgang und traten pünktlich 18:45 Uhr unsere Heimfahrt an.

Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Ausflug!
Die weihnachtliche Atmosphäre in den Abendstunden haben wir in vollen Zügen genossen.


Der „Flotte Reiter“
war vor allem bei den Frauen beliebt!

Der „Kosakenlikör“ sah nicht nur gut aus, er war auch lecker!

Hoffen wir mal, dass der auf der Arbeitsbühne sitzende singende Engel während der Wasser-Licht-Show nicht nicht all zu sehr nass geworden ist.