Oder treffender gesagt: WAlLK & VINE im Ahrtal

Angebot: Walk & Wine Events
Die „GROßE“ Wanderung dauert ca. 3 Stunden, sie
startet in Walporzheim (nähe Bhf „Walporzheim“) oder am Ahrweiler Adenbachtor (nähe Bhf „Ahrweiler Markt“) und endet in unsererVinothek in den Ahrweiler Stastmauern in der Niederhutstr. 59.
Wir gehen u.a. über die Weinbergslagen „Kräuterberg“, „Silberberg“ und „Rosenthal“
.Begleitet von einer eurem Weinstil angepassten 5er Weinprobe + Vinipasti (u.a. Hart- und Weichkäse, Schinken / Nüsse getrocknetem und frischem Obst) + Weinberggeflüster aus der Praxis.
Kosten 65 €/Person
„Latzel Reisen“ hat daraus eine Aktivreise gemacht und 10 Mitglieder aus unserer Wandergruppe haben sie gebucht.
Alle die im voraus Bedenken gehabt hatten hinsichtlich Wanderung, Berge und Wein, wurden eines Besseren belehrt.
Die 5 Weinproben waren – wie Proben nun mal sind – kleine Schlückchen auf nicht ganz drei Stunden verteilt. Etwas mehr vertragen wir ZWARLER schon 🤣🤣🤣.
Kurz gesagt – trotz Wein konnten wir gefahrenlos wandern.

Obwohl „Wandern“ trifft es vielleicht nicht ganz. Die Länge und Art der Strecke tendierte mehr zu einem Spaziergang. Wir sind nicht den steilen Rebgassen entlang den Weinberg hinauf gewandert, sondern im gemäßigtem Tempo auf der unmittelbar am Bahnhof Ahrweiler-Markt beginnenden breiten serpentinenförmigen Weinbergstraße.




Die drei Anstiege ließen uns mal kurz mit unserem Atem haushalten, verhinderten aber zum Leidwesen unseres „Bergführers“ Alex nicht unser Quatschen. Vielleicht wurde es in unserer riesigen Gruppe von über 40 Personen zeitweise etwas leiser, mehr aber nicht. 🤣🤣🤣 Frauen halt! Ach nein, ein Mann war ja auch dabei. Die anderen Männer hatten „Rücken“ – das vermutete jedenfalls Christa.🤣🤣🤣
Die Strecke von weniger als 5 km haben jedenfalls alle – auch der eine tapfere Mann – gesund und munter und gut gelaunt überstanden.
Falls sich jetzt jemand fragt: 5 km in 3 Stunden ?! War das eine Schneckenwanderung?
Nein, das war sie nicht wirklich. Wir haben unterwegs mehrfach Halt gemacht um dem „Weinberggeflüster“ aufmerksam lauschen zu können.

Alex hat uns viel über den Weinanbau im Ahrtal erzählt. Jetzt wissen wir, dass dort zu 86% rote Rebsorten angebaut werden und der absolute „König“ der Region der Spätburgunder (Pinot Noir) ist. Selbstverständlich haben wir diesen auch probieren können. Den „Frühburgunder“ – eine seltene edle Spezialität des Ahrtals – ebenfalls.
Alex erzählte uns zudem, dass der schäumende Wein (Sekt) aus dem Ahrtal nicht hauptsächlich aus Riesling hergestellt wird, sondern vor allem aus Spätburgunter (als heller Blanc de Noir). Den durften wir dann später in der Vinothek auch probieren. <<<<<<<<<<<
Der Riesling ist neben Weißburgunder und Grauburgunder die wichtigste weiße Rebsorte der Region. Auch hiervon erhielten wir eine Kostprobe.
Übrigens für die Weinproben erhielten wir vor Beginn der Wanderung ein großes Weinglas. Den leicht zerbrechlichen sperrigen Kelch mussten wir stets einsatzbereit am Mann oder in unserem Fall an der Frau haben. Ein Stamper-Glas hätte es bei den Probe-Schlückchen auch getan.🤣🤣🤣
Alex hat uns über den Weinanbau hinaus auch etwas über die Gegend erzählt.
So zum Beispiel über die Relikte der nie vollendeten Bahnlinie zwischen Liblar und Ahrtal – den nördlich des Stadtkerns und außerhalb der Stadtmauer von Ahrweiler stehenden 80 Jahre alten Brückenpfeiler-Resten des Adenbachviadukts.
Heute sind die bis zu 35 Meter hohen Pfeiler Teil eines Hochseilgartens bzw. einer Kletteranlage. Zum Glück mussten wir diese nicht erklimmen! 🤣🤣🤣


Dann hat Alex uns auf die beiden markanten Berge in der Ferne hingewiesen. Im Volksmund werden sie als „Busen des Ahrtals“ bezeichnet. Der Form und Lage zueinander nach stimmt das auch irgendwie. 😅
Sie heißen aber Neuenahrer Berg (Hausberg von Bad Neuenahr-Ahrweiler) und Landskrone (östlich von Bad Neuenahr). Die beiden Berge vulkanischen Ursprungs markieren den Übergang der Weinberge hin zum Rheintal.
Einen längeren STOP haben wir oben auf dem Weinberg bei der Winzerkapelle gemacht.

Hier kredenzte uns Alex auf dem neben der kleinen Kapelle stehenden Weinkelter die appetitlich aussehende und leckere Vinipasti.

Wir haben dort aber nicht nur die kleinen Häppchen genossen, sondern auch den erstklassigen Blick über das Ahrtal.



Und so verging die Zeit wie im Flug ohne eine streckenmäßig lange Wanderung gemacht zu haben. 🤣🤣🤣
Vom Weinberg ging es in die Vinothek in den Ahrweilern Stadtmauern (Niederhutsstraße 59). Hier wartete schon der gekühlte Sekt auf aus!




Nach dem „Sektempfang“ blieben uns noch zwei Stunden bis zur Rückfahrt zum Erkunden der Ahrweiler Altstadt.
Alt-Ahrweiler ist mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer eine sehr schönes historisches Städtchen mit vielen kleinen Geschäften und einladenden Restaurants.

Wir haben uns in der traditionsreichen Gaststätte „Marktbrunnen“ niedergelassen. Eigentlich wurden wir förmlich von einem Kellner mit der Aussicht auf „Döppekuchen“ hereingelockt – ohne zu wissen was das überhaupt ist. 🤣🤣🤣
Mehrere von uns haben diesen dann auch gegessen und er war super lecker.
Döppekuchen – ist ein Reibekuchenteig, gebacken mit Mettwurst, Speck & Zwiebeln. Dazu wurde uns Apfelmus gereicht und ein Salatbouquet.
Der Döppekuchen stammt aus dem Rheinland, der Eifel und angrenzenden Regionen und ist ein typisches Arme-Leute-Essen. Man aß ihn traditionell am Martinstag anstatt einer teuren Martinsgans.
Bei den heutigen Preisen wird es wohl bald wieder überall Döppekuchen statt Gans geben.😉
Auf dem Weg zum Südtor oder auch Ahrtor genannt – das größte der vier historischen Stadttoren der Ahrweiler Stadtmauer – gönnten wir uns noch ein Eis auf die „Hand“.
Alle waren pünktlich und so konnte der Bus wie geplant 17 Uhr von Ahrweiler in Richtung Solingen – Ohligs starten. Unsere beiden Zubringer nach Langenfeld haben dort schon auf uns gewartet und mit ihnen die beiden früh vergessenen und schmerzlich vermissten Nordic-Walking-Stöcke.
Es war ein interessanter und schöner Ausflug bei tollem Wetter!
Wir haben uns aktiv an der frischen Luft bewegt, wurden im Weinanbau geschult, kennen jetzt die Ahrtaler Weine, durften einen verstohlenen Blick auf den Ahrtaler „Busen“ werfen, wissen nun den historischen Hintergrund der Brückenpfeiler vor den Toren von Ahrweiler und sind Dank des Döppekuchens bestens auf den Martinstag ohne Gans vorbereitet. 👍😀
Impressionen von Ahrweiler















Vielen Dank an Gudrun für die Organisation und an alle fleißigen Fotoreporter.
