
Der „Heidelberger Herbst“
– das größte und bekannteste Straßen- und Altstadtfest in Heidelberg –
findet seit 1970 traditionell am letzten Wochenende im September statt und lockt mit seinen vielen Märkten, Livemusik und zahlreichen Aktionen tausende von Besuchern an
In diesem Jahr haben auch wir uns ins Getümmle der Altstadt gestürzt.
Wir sind ganz bequem mit dem Bus von „Latzel Reisen“ angereist – keine lästige Parkplatzsuche!
Die 5 Stunden Aufenthalt reichten bei weitem nicht, aber man kann leider nicht alles haben.
Unser Weg führte uns nicht zuerst zu den vielen Ständen, sondern zum weltberühmten Schloss Heidelberg.



Wie man oben unschwer erkennen kann, haben wir uns auf das „Anstellen“ entschieden. Beine in den Bauch stehen erschien uns nicht so anstrengend wie das Treppensteigen! 😂😂😂
Zum Glück mussten wir nur 30 Minuten warten. – das heißt fünf von uns, die anderen zwei mussten die nächste Bahn nehmen. Ja, so ein Zählwerk kann schon mal gemein sein.😉
Wir haben aber oben treu und brav gewartet.
Das Heidelberger Schloss ist eine der berühmtesten Ruinen der Welt.
Die faszinierende, romantische Ruine vereint beeindruckende Bauwerke aus mehreren Jahrhunderte – prachtvoller Mix aus gotischer und Renaissance-Architektur.
Die ehemalige Gesamtwohnfläche des Schlosses wird historisch auf etwa 10.000 qm geschätzt. Das gesamte Arial des Schlosses umfasst ca. 12 Hektar. Es ist gigantisch und so droht es auch majestätisch über Heidelberg.
Wir hätten uns auch gerne die Innenräume des Schlosses angesehen, aber leider fehlte uns die Zeit für die stündlich stattfindende 60 minütige Führung.
Aber bei unserem nächsten Besuch sehen wir uns den Kaiser- und Königssaal an.

Dieses mal hat die Zeit nur für das „Deutsche Apotheken-Museum“ und das „Große Fass“ im Weinkeller gereicht.

Deutsche Apotheken-Museum
Geschichte der Pharmazie von der Antike bis heute
„Die Apotheke als Arbeitsplatz“ – im Wandel der Zeit – sehr beindruckende Ausstellungsstück aus der Barockzeit bis zur Biedermeierzeit.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist „Das Arzneimittel“. Es gab viel Wissenswertes zu lesen-
Es ist erstaunlich wie man die Heilmittel der Natur vor allem im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit nutzte.
Das „Große Fass“
im kurfürstlichen Weinkeller ist ein ein riesiges, historisches Weinfass aus Jahr 1751 mit einem Fassungsvermögen von etwa 220.000 Litern. Es hat eine Breite von 7,00 Metern und eine Länge von 8,50 Metern. Auf der Oberseite des Fasses befindet sich ein Tanzboden, der früher für Feiern genutzt wurde.
Mit dem Großen Fass eng verknüpft ist die Geschichte des kleinwüchsigen Hofnarren Perkeo. Der Überlieferung nach, soll er der Wächter des Weins gewesen sein. Seine Statue steht dem Fass gegenüber.
Der Sage nach konnte er das riesige mit Wein gefüllte Fass in einem Zug austrinken.
Oben rein und unten gleich wieder raus!!!! Oder wie sollte das gehen? 🤣🤣🤣
Ich bin mir zudem ziemlich sicher, dass Roland Kaiser kleinere Fässer im Sinn hat, wenn er singt:
Sieben Fässer Wein können uns nicht gefährlich sein
Das wär‘ doch gelacht, wer steht gerne auf einem Bein? ….

Nach dem Schlossbesuch haben wir uns unter die Besucherschar des Altstadtfestes „Heidelberger Herbst“ gemischt.
Der Hunger trieb uns durch die Massen und unsere vom Kopfsteinpflaster müden Beine sehnten sich nach einer Sitzmöglichkeit mit Bewirtung. Und wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes GLÜCK !

Ein Tisch für uns sieben im
Burger-Restaurant „Hans im Glück“
Die BURGER waren so lecker !
Unsere ausgewählten Burger hatten solche tollen Namen wie „Eitler Gockel“, „Birkenwald“, „Meisterwerk“ und „Hans im Glück“.
Die dazu gereichten Goldfritten waren ebenfalls lecker.
Ein kaltes und warmes Getränk komplettierten das Menü
Am Ende waren wir pappsarr !!!
Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Karl-Theodor-Brücke, besser bekannt als die „Alte Brücke“. In allen Gassen waren wir vom boten Treiben des Herbstfestes umgeben Coole Livemusik und tolle Flohmarktstände! Am Neckar-Ufer angekommen haben wir schon den ersten Blick auf die etwa 200 m lange und 7 Meter breite aus regionalen roten Neckartaler Sandstein erbaute Brücke mit ihren neun steinernen Bögen und dem Brückentoren auf der Altstadtseite werfen können. Unübersehbar waren auch die beiden 28 Meter hohen Doppeltürme des auf der Seite der Altstadt stehenden Brückentors. Der auf dem Mauerwerk links neben dem Brückentor sitzende Affe hat sich allerdings gut getarnt. Vor lauter Touristen haben wir ihn gar nicht richtig gesehen. Sicher wollten viele den Glücksbringer streicheln oder ein „Affen-Selfie“ mit ihm machen.
Das Anfassen der kleinen Bronzefigur soll u.a. Wohlstand und Reichtum bringen. Was soll´s, Chance verpasst und zum Affen machen wir uns manchmal selbst. 😉
Wir sind bei schönsten Wetter über die Brücke flaniert und haben die schöne Aussicht auf den Neckar, seinen Ufern und auf das Brückentor genossen. Man hat von dort einen tollen Blick auf das Schloss Heidelberg.
Wir haben auch einige „Liebesschlösser“ auf der Brücke entdeckt, allerdings kein Vergleich zur Hohenzollernbrücke in Köln.
In Heidelberg hängen die Verliebten ihre Schlösser an den „Heidelberger Liebesstein“. Dieser steht an der Nordseite der Alten Brücke.

Von der Alten Brücke aus schlenderten wir langsam zurück zum Bus. Eigentlich hätten wir gerne noch Eis geschleckt, aber ein Abstecher in die Eisdiele war zeitlich nicht mehr drin. Schließlich sind wir pflichtbewusst und wissen was sich als Mitglied einer „Reisegruppe“ gehört.
Zwei von unseren Bus-Insassen haben von Pünktlichkeit aber anscheinend noch nie etwas gehört. Wir mussten über 30 Minuten auf sie warten!
Angeblich haben sie sich verlaufen und dann an der falschen Haltestelle auf den Bus gewartet. Alles faule Ausreden!
Sie haben einfach nicht zugehört!!!! Wenn man die richtige Haltestelle weiß, kann man nach den Werg fragen. Das kriegen sogar Kinder hin!!!
Etwas verstimmt waren wir allerdings auch darüber, dass wir während der Wartezeit nicht über den Grund der verzögerten Abfahrt informiert worden.
Aber was soll´s, es war trotzdem ein wunderschöner Tagesausflug.
Heidelberg ist immer eine Reise wert„
