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Die Autofahrer rund um Düsseldorf-Urdenbach wurden am 15.09.2026 am späten Nachmittag auf eine harte Geduldsprobe gestellt!

Kaum von der Fähre „Zons-Urdenbach“ herunter standen sie auch schon im Stau. Dieser zog sich weiter auf die Landstraße L 293 in Richtung Monheim-Baumberg.

Andere berichteten auch von zähfließenden Verkehr innerhalb der Ortschaft Urdenbach.

Schuld daran war

ein Traktor mit einem Planwagen hinten dran!

Und darin saßen wir!

Ein Tag vor unserer Planwagenfahrt haben wir erfahren, dass eines der beiden Zugpferde noch verletzt ist und auch nicht durch einen anderen Kaltblüter ersetzt werden kann.

Also nicht nur bei uns Menschen herrscht „Personalmangel“!
🤣🤣🤣

Herr Reuter war aber pfiffig und bot uns eine Alternative an:

Hubraum statt Pferdestärke !

So kam es , dass wir mit einem knatterten Traktor durch die Urdenbacher Kämpe gemächlich getuckert sind.

Gleich nach dem Start von Haus Bürgel haben wir unsere Taschen ausgepackt. Zum Vorschein kam alles was zu einer zünftigen Planwagenfahrt gehört. Bernd sorgte außerdem für Musik und wir für den Gesang.

Herr Reuter saß in seinem Traktor und hatte Kopfhörer auf. Wir sind uns nicht ganz sicher ob er die trug, weil er unser Gejohle nicht ertragen konnte oder wirklich nur als Lärmschutz gegen die lauten Motorgeräusche. 🤣🤣🤣

Während unserer Fahrt konnten wir die idyllische Auenlandschaft zwischen dem heutigen Rhein und dem Urdenbacher Altrhein bei hellem Sonnenschein genießen. Wer hätte das gedacht nach dem verregnetem Wochenende?!

Bei einem Stopp erzählte uns Herr Reuter so einiges über die seltene, nicht eingedeichte Auenlandschaft, die regelmäßig vom Rhein überflutet wird. Wir hörten interessiert zu.
Jetzt wissen wir zum Beispiel warum das im 4. Jahrhundert als römisches Kastell linksrheinisch erbaute „Haus Bürgel“ heute rechtsrheinisch steht. Weil der Rhein im Jahr 1374 bei einem Rhein-Durchbruch in einer großen S-Kurve seinen Flusslauf veränderte.
Er erzählte uns auch stolz von seiner Kaltblüter-Zucht.

Da wir diesmal mit dem Traktor unterwegs waren, gönnte uns Herr Reuter zusätzlich eine Fahrt durch Urdenbach.

Ein wunderschönes Örtchen!

Nach unserer Planwagenfahrt machten wir uns auf zum „Rheinblick“. Zum Glück hatten wir keinen Stau!
Da es so schönes Wetter war konnten wir draußen – mit Blick auf den Rhein – sitzen und schlemmen.
Allerdings mussten wir fast zwei Stunden auf unser Essen warten.
Es war so voll! Wenn Gudrun nicht für uns reserviert hätte, hätten wir keinen Platz bekommen.

Während wir im Gespräch vertieft geduldig warteten, wurden wir zudem mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang belohnt.

Mit der Zeit wurde es immer dunkler.
Wenn wir unser Essen später als 20 Uhr bekommen hätten, wäre vielleicht ein „Dinner in the Dark“ daraus geworden. 🤣🤣🤣

Das Bezahlen im (fast) Dunkeln war aber auch schon eine Herausforderung. Zum Glück hat das Handy eine Taschenlampe! 😅

Wir haben es alle aber mit Humor genommen, unser Kellner auch. Das war sowieso ein lustiger Typ.

Nachdem er uns erfolgreich abkassiert hatte, hat er uns zum Abschied eine Runde Sliwowitz ausgegeben.
Wir haben alle zugegriffen, außer die Autofahrer natürlich!

Denn: Brennt der Sliwowitz im Magen, kann man jedes fest ertragen.

Wir hatten aber Garnichts zu „ertragen“. Im Gegenteil: Es war ein wunderschöner Ausflug mit Freunden!

Vielen Dank an die ganze Truppe und vor allem an Gudrun.